Die Tierhomöopathie ist eine ganzheitliche Heilmethode, die aufgrund ihrer überzeugenden Heilungserfolge zunehmend populärer wird.
Im Jahre 1796 veröffentlichte Samuel Hahnemann die Gesetze der Homöopathie. Das von ihm entdeckte Ähnlichkeitsprinzip „Similia similibus curentur" („Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt") besagt, dass man Kranke mit Mitteln heilen kann, die beim gesunden Menschen ähnliche Symptome wie die des Kranken hervorrufen.
Und obwohl Hahnemann der Überzeugung war, dass auch Tiere nach den Grundsätzen der homöopathischen Heilmethode ebenso erfolgreich wie Menschen behandelt werden können, fand die im Jahr 1815 erschienene, erste Veröffentlichung zur Tierhomöopathie ebenso wie der im Jahr 1829 vor Tierärzten und Landwirten gehaltene Vortrag nur wenig Beachtung. Erst später nahm das Interesse an der Tierhomöopathie zu und sie erlebt heute eine Renaissance.
Trotzdem es die homöopathische Behandlung für Tiere auch zu Hahnemanns Zeiten schon gab, kann die klassische Tierhomöopathie als eine relative junge Disziplin bezeichnet werden. Denn in der Vergangenheit ließ die Behandlung meist einen ganzheitlichen Ansatz vermissen. In der Mehrzahl der Therapien wurden Arzneien mehr nach klinischer Indikation verordnet. Und auch heute ist es weit verbreitet, allein aufgrund der Lokalsymptomatik, z. B. mit Komplexmitteln zu behandeln. Das entspricht jedoch eher der schulmedizinischen Vorgehensweise.
In der klassischen (Tier)homöopathie steht nicht die Krankheit im Mittelpunkt des Interesses, sondern immer der Patient selbst. Denn Heilung im Sinne von Ganzheitlichkeit meint mehr als das bloße Beseitigen von Symptomen - es schließt Körper, Geist und Seele ein. Und so sind neben den körperlichen Symptomen des erkrankten Tieres auch immer die charakteristischen Gemütssymptome in die Behandlung einzubeziehen. Diese am tierischen Patienten zu verstehen, ihn in seinem Wesen, seinen individuellen Eigenarten zu erfassen und die Motive für sein Verhalten zu ergründen, ist für uns Menschen die Herausforderung - und es ist nicht ohne umfangreiches Wissen möglich. Aus diesem Grund enthält der Studiengang Tierhomöopathie bei animalmundi auch Unterrichtseinheiten aus der Tiermedizin, Ethologie, der Tierpsychologie und einen großen praktischen Anteil (das Praktische Jahr).
Es gibt nur wenige Therapieformen, die den ganzheitlichen Heilungsanspruch so konsequent und erfolgreich umsetzen wie die klassische Homöopathie. Daher ist es zu wünschen, dass sich diese Heilkunst auch für unsere Tiere in Zukunft weiter etablieren kann und den ihr angemessenen Stellenwert erhält. Dies ist unserer Meinung nach nur durch eine entsprechende Qualitätssicherung der Ausbildung zu erreichen. animalmundi ist es daher ein besonderes Anliegen, mit der Ausbildung seiner StudentInnen nach den europaweit höchsten Standards, zur Anerkennung dieses wichtigen Berufsstandes beizutragen.