Liebe Freunde der (Tier) Homöopathie
Diese Meldung erreichte uns heute morgen.
Sie fasst die Situation in England sehr treffend zusammen.
Das britische Unterhaus wendet sich
gegen die Homöopathie
Berlin, 25. Februar 2010. In
einem Gutachten kommt ein Ausschuss des britischen Unterhauses zu dem
Ergebnis, dass homöopathische Arzneien nichts weiter als ein Placebo
seien. Der Gesetzgeber wird nun aufgefordert, die Mittel aus dem
Leistungskatalog des staatlichen Gesundheitsdienstes (National Health
Service, NHS) zu streichen. Der Unterhausausschuss forderte zudem die
Zulassungsbehörde MHRA auf, homöopathische Arzneien nur noch zuzulassen,
wenn die Wirksamkeit in randomisierten klinischen Studien belegt sei.
Von weiterer Forschung riet der Ausschuss ab, die Belege zur
Unwirksamkeit seien zu massiv.
In Großbritannien läuft seit
geraumer Zeit eine Kampagne gegen die Homöopathie. An vorderster Stelle
agiert die Gruppe Sense about Science. Nach Recherchen des Journalisten
Claus Fritzsche ist sie „eine fantasievolle Inszenierung“ der
Pharmalobby. Zu den Finanziers gehören unter anderem GlaxoSmithKline,
Pfizer und die Association of the British Pharmaceutial Industry (ABPI).
Die
Aussagen deuten darauf hin, dass die Grundlage des Papiers die
Meta-Analyse von Shang et al Are the clinical effects of homeopathy
placebo effects? ist. Auch der Lancet stützte sich 2005 auf diese, wie
es hieß, größte Homöopathie-Studie aller Zeiten und postulierte das Ende
der Homöopathie. Heute wissen wir, die Studie ist fehlerhaft, es wurden
„Äpfel mit Birnen“ verglichen. Zwei Studien aus dem Jahr 2008
widerlegen Shang et al und werfen den Forschern grobe handwerkliche
Fehler vor – sie widersprachen nicht (Studien siehe unten).
Curt
Kösters, 1. Vorsitzender des Deutschen Zentralvereins homöopathischer
Ärzte (DZVhÄ), hält es für „ein ehrenwertes Unterfangen, wenn das
Parlament nichts mehr bezahlen will, was nicht evidenzbasiert ist“,
allerdings müsse dann die „konventionelle Medizin weitestgehend
abgeschafft werden“, befürchtet Kösters. Er verweist beispielhaft auf
die unsichere Datenlage bei Grippeimpfungen, in der Chirurgie, der
Psychotherapie, vor allem aber auch im großen Bereich der Behandlung
multimorbider Patienten: „Belegt durch Doppelblindstudien ist immer nur
der Idealfall einer Monotherapie, für die real existierende
Polypharmakotherapie gibt es nur eine sehr geringe Evidenz.“ Die
Homöopathie ist eine Arzneitherapie, in der immer nur ein Wirkstoff zum
Einsatz kommt und hier für „gibt es eine Evidenz in Form von Studien“,
so Kösters.
Zu einem völlig anderen Ergebnis als die britische
Untersuchung kam 2006 der HTA-Bericht (Health Technology Assessment) zur
Homöopathie, den die Schweizer Regierung im Rahmen eines Programms zur
Evaluation der Komplementärmedizin (PEK) in Auftrag gegeben hatte: Die
Wirksamkeit der Homöopathie kann unter Berücksichtigung von internen und
externen Validitätskriterien als belegt gelten, die professionelle
sachgerechte Anwendung als sicher.
Zum Nachlesen:
Studien:
•
„Homeopathy“: Heterogene Daten bei Shang et al.
A. L. B. Rutten, C.
F. Stolper:
The 2005 meta-analysis of homeopathy: the importance of
post-publication data,
• “Journal of Clinical Epidemiology”:
Selektionsbias
R. Lüdtke, A.L.B. Rutten:
The conclusions on the
effectiveness of homeopathy highly depend on the set of analyzed trials,
• HTA-Bericht der Schweizer Regierung:
Homöopathieforschung:
Problematik und Ergebnisse zur Wirksamkeit mit Resultaten aus dem
Programm Evaluation Komplementärmedizin PEK:
HTA Homöopathie,
ISPM-Studie („Lancet-Studie“)
Webseite Claus Fritzsche:
www.psychophysik.com
Doch wer formiert den Widerstand.
Gibt
es etwas, dass wir tun können?
Denn eigentlich müsste es einen
Aufschrei aller Homöopathen rund um den Globus geben unterstützt durch
Milliarden von Menschen die den Segen der Homöopathie kennen gelernt
haben.
Wie lässt sich so eine Bewegung initieren?
Auch hierzu
habe ich heute einen interessanten Beitrag erhalten:
Hilfe, Ansteckungsgefahr!
Die Bereitschaft zu
guten Taten verbreitet sich von Mensch zu Mensch
Gute
Taten werden genauso leicht von Mensch zu Mensch weitergegeben wie
schlechte. Wenn eine Person sich anderen gegenüber hilfsbereit oder
großzügig verhält, löst dies eine Art Domino-Effekt aus: Die Empfänger
übernehmen das freundliche Verhalten und geben es wiederum an andere
Menschen weiter. Das haben US-Forscher in einem Experiment
herausgefunden, in dem die Teilnehmer Unbekannten mit Geld helfen
konnten. Demnach ist kooperatives Verhalten ähnlich wie Glück oder
Einsamkeit "ansteckend", schreiben die Wissenschaftler.
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In diesem Sinne
wünsche ich allen Freunden der Homöopathie inspirierende Gedanken und Taten und
einen
schönen Tag
Ihr Peter Mohr