Fairness ist nicht des Affen Sache

Primaten teilen selten – fühlen sich deshalb aber offenbar nicht ungerecht behandelt

Menschlichen Nachwuchs macht Geben seliger denn Nehmen. Schon im Kleinkindalter teilt der Mensch freigiebig mit anderen – und ist dabei glücklicher, als wenn mit ihm geteilt wird. Bei aller Gemeinsamkeit scheinen Affen sich in dieser Hinsicht vom Menschen zu unterscheiden: Versuche habe ergeben, dass Primaten in Futterfragen keine Fairness kennen – ohne dass Artgenossen das krumm nehmen.

Um eine Studie über Schimpansen (Pan troglodytes) zu verifizieren, untersuchten Biologen um Ingrid Kaiser von der Universität Heidelberg das Verhalten von fünf der Primaten und fünf ihrer friedliebenden Verwandten, den Bonobos (Pan paniscus) mit einer Variante des Ultimatumspiels. Dieses Spielt wird von Wirtschafts- und Verhaltensforschern eingesetzt, um Altruismus beziehungsweise Egoismus zu studieren. In der Standard-Variante bekommt ein Spieler eine bestimmte Menge eines Guts zur Verfügung gestellt. Er kann selbst entscheiden, ob und wie viel davon er einem Mitspieler abgeben möchte. Dieser Mitspieler wiederum kann die Aufteilung des Guts akzeptieren oder ablehnen. Lehnt er sie ab, gehen beide leer aus. Verschiedene Studien haben ergeben, dass Angebote, bei dem der zweite Spieler weniger als 30 Prozent bekommt, als unfair empfunden und häufig abgelehnt werden.

Nicht so bei Affen:

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