Freundschaften mit Tieren sind kein modernes Phänomen

Literaturempfehlung

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Tiere als Freunde im Mittelalter. Eine Anthologie
von Gabriela Kompatscher,  Albrecht Classen, Peter Dinzelbacher

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Freundschaften mit Tieren sind kein modernes Phänomen
. Dies beweist die vorliegende Sammlung von vielfach bisher unbekannten Texten sehr eindrucksvoll: Sowohl gelehrte, lateinisch schreibende  Autoren als auch volkssprachliche Dichter aus dem ganzen europäischen Raum geben darin zu erkennen, wie sehr ihnen bzw. ihren Protagonisten das freundschaftliche Verhältnis mit Tieren am Herzen lag. Hundefreunde werden mit Begeisterung das Gedicht des Luxurius (6. Jh.) auf ein Schoßhündchen lesen und die Verse, in denen es heißt, dass das Tierchen weicheres Futter bekomme und auf weichem Lager schlafen dürfe, sehr gut nachvollziehen können. Texte auf verstorbene Hunde bringen die Trauer und die Liebe ihrer menschlichen Gefährten zum Ausdruck, wie das Gedicht des Abtes Theoderich aus dem 11. Jh. auf sein Hündchen Pitulus oder die Novelle aus dem 15. Jh. über den Priester, der seinen geliebten verstorbenen Hund auf geweihtem Boden begräbt.

Daneben nehmen die Erzählungen über Heilige und ihre Begegnungen mit wilden Tieren einen breiten Raum ein: sie schützen verfolgte, retten gefangene, pflegen verletzte und füttern hungrige Tiere; Franziskus kauft sogar aus Mitleid Tiere frei. Erstaunlich ist auch der zärtliche Umgang der mittelalterlichen Tierfreunde mit ihren Schutzbefohlenen und die in den Texten geschilderten Emotionen: Mitgefühl mit Tieren


Wir können das Buch allen Tierliebenden Menschen wärmstens empfehlen!


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